Höhere Berufsfachschule

Die zweijährige Höhere Berufsfachschule führt zu einem schulischen Berufsabschluss als bekleidungstechnische Assistentin / bekleidungstechnischer Assistent. Sie vermittelt Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die erforderlich sind, um diesen Beruf in der Bekleidungsbranche im In- oder im Ausland auszuüben.

Aufnahmevoraussetzung

Mittlerer Bildungsabschluss, es muss die Versetzung an eine staatlich anerkannte gymnasiale Oberstufe vorliegen oder ein gleichwertiger Abschluss. In zwei der drei Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik muss mindestens eine befriedigende Leistung nachgewiesen werden, wobei in keinem der genannten Fächer die Leistungen schlechter als ausreichend sein dürfen. Aufgenommen werden kann nur, wer bis zum 30. April das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Über Ausnahmen entscheidet der Schulleiter.

Ausbildungsdauer

Vollzeitschule, Dauer 2 Jahre (ca. 35 Wochenstunden + Übungen)

Ausbildungsinhalt

Fertigkeiten zur industriellen Herstellung von Bekleidung bilden die Basis für die Bereiche Konstruktion, Organisation und Gestaltung. Die Ausbildung ist in einen allgemeinbildenden  Bereich, einen berufsbildenden Bereich und in einen Wahlbereich zur Vertiefung und Ergänzung gegliedert.
In den Schulferien ist ein Praktikum von mindestens 160 Stunden in der Bekleidungsindustrie zu absolvieren.

Schwerpunkt der Ausbildung ist die Vermittlung von Grundlagen in

  • Betriebsorganisation,
  • Produktentwicklung,
  • Konstruktion,
  • Fertigungstechnik

Weitere Inhalte sind Modezeichnen, Modellgestaltung, Bekleidungskonstruktion/CAD, Modelloptimierung, Qualitätssicherung, Materialbeschaffung, Betriebsmittelplanung, Kostenrechnung, Verkaufsplanung usw.

Durch Zusatzunterricht im Wahlbereich kann die Fachhochschulreife erworben werden. Über eine Zusatzprüfung in Englisch kann ein Fremdsprachenzertifikat in unterschiedlichen Leistungsstufen nach europäischen Standards abgelegt werden (Prüfungsgebühren). Zusätzlich kann die Abschlussprüfung (Externenprüfung) zur Modenäherin vor dem Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main abgelegt werden (Prüfungsgebühren).

Perspektiven nach der Ausbildung

Assistent/in in allen Abteilungen der Bekleidungsindustrie im In- und Ausland, im Bekleidungshandel, Wareneinkauf und Qualitätskontrolle.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Nach einem Jahr Berufstätigkeit besteht die Möglichkeit die Fachschule für Bekleidungstechnik oder für Gestaltung zu besuchen, Dabei kann als Abschluss ein staatlich geprüfte Bekleidungstechnikerin / Bekleidungstechniker in einem gewählten Schwerpunkt oder ein Abschluss als staatlich geprüfte Designerin / Designer erreicht werden. Während dieser Ausbildung kann die Ausbildereignungsprüfung abgelegt werden sowie ein REFA-Schein erworben werden. Wer keine Fachhochschulreife erworben hat, kann nach der Abschlussprüfung die Klasse 12 der Fachoberschule besuchen, die mit der Fachhochschulreifeprüfung abschließt.

Anmeldung

Die Anmeldung ist zu richten an

Frankfurter Schule für Bekleidung und Mode
Peter-Bied-Straße 55
65929 Frankfurt am Main

Anmeldeunterlagen

Den Antrag zur Anmeldung finden Sie auf dieser Homepage unter Download. Dort sind auch die weiteren Bewerbungsunterlagen aufgeführt. Die Anzahl der Ausbildungsplätze ist begrenzt. Bei feien Plätzen werden Anmeldungen bis 30. April für das folgende Schuljahr angenommen. Bei Bedarf wird eine Warteliste eingerichtet.

Ausbildungskosten

Es gilt das Gesetz über die Lernmittelfreiheit in Hessen. Ein Materialkostenzuschuss von insgesamt 150.- € ist zu entrichten, davon sind bei der Anmeldung 15.- € als Aufnahmegebühr auf das Konto bei der Frankfurter Sparkasse, BLZ 500 502 01, Konto-Nr.: 189 639 zu überweisen. Bei Teilnahme an der Ausbildung werden diese auf die Material- und Laborgebühren angerechnet. Im Einzelfall können hier noch zusätzliche Kosten für Klassenfahrten, Betriebsbesichtigungen, Messebesuche, für Zusatzlehrgänge bzw. Zusatzprüfungen vor Kammern oder Verbänden entstehen.

Förderungsmöglichkeiten

BAföG ( Die Anträge sind vor Beginn der Ausbildung bei der zuständigen Stelle am ersten Wohnort zu stellen.)

Projekte aus dem Unterricht